Badisches Staatstheater erhält 50.000 Euro für das Projekt „Inschrift Heimat“

Wie die Landtagsabgeordneten der Grünen Salomon und Lisbach am Dienstag (9.8.2016) bekannt geben, darf sich die das Badische Staatstheater für sein Projekt „Inschrift Heimat“ über 50.000 Euro aus dem Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst freuen. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Bilder und Assoziationen zum Begriff „Heimat“ gemeinsam mit „neuen“ und „alten“ Bürgerinnen und Bürgern der Stadt künstlerisch zu untersuchen und in Inszenierungen zu verwandeln. Geforscht wird dort, wo Heimat ihre Spuren hinterlässt: im öffentlichen Raum, in Geschäften oder Wohnungen. Hierfür werden fünf zweiwöchige mobile Forschungsstationen in der Stadt eingerichtet. Im großen Finale wird die größte Bühne des Staatstheaters dann zweimal alle Beteiligten beheimaten.

„Kunst- und Kulturprojekte wie das Projekt „Inschrift Heimat“ des Staatstheaters bauen Brücken zwischen Kulturen. Sie eröffnen Räume, die es Menschen mit und ohne Migrationshintergrund erleichtern, aufeinander zuzugehen und sich noch besser kennenzulernen“, betont Salomon MdL, Vorsitzender der Grünen im Arbeitskreis für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Landtag. Heutzutage seien Dialog und Austausch wichtiger denn je für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und eine Grundvoraussetzung für gelingende Integration.

„Die Förderzusage ist auch eine Anerkennung für den unschätzbar wichtigen Beitrag, den das Staatstheater für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Karlsruhe leistet“, fügt Bettina Lisbach MdL hinzu.

Hintergrundinformationen:

„Inschrift Heimat“ wurde als eines von 36 Projekten von einer unabhängigen Jury zur Förderung ausgewählt. Insgesamt gingen 93 Förderanträge ein. Die ausgewählten Kunst- und Kulturprojekte tragen der besonderen Lebenssituation von Migranten und Flüchtlingen Rechnung. Sie fördern dabei die Kooperationen und Vernetzungen, arbeiten partizipativ und vermitteln eine Willkommens- und Anerkennungskultur. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt hierfür insgesamt rund 616.000 Euro bereit.

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