Fahrradfreundliche Städte: Karlsruhe weiter unter den Spitzenreitern

(08.12.2017) Lisbach und Salomon MdL (beide Grüne): „Radverkehrsförderung lohnt sich“

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat am Freitag in Rastatt vier baden-württembergische Städte als vorbildliche Fahrradstädte prämiert. Dabei erhielt Karlsruhe erneut die Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“. Die Landtagsabgeordneten Bettina Lisbach und Alexander Salomon gratulieren der Stadt zum Erfolg ihres schlüssigen Radverkehrskonzepts.

„Ich freue mich, dass das hohe Engagement Karlsruhes für einen besseren Fahrradverkehr gewürdigt wird“, so Alexander Salomon. „Wenn wir eine attraktive Fahrradinfrastruktur fördern, schaffen wir die Grundlage für eine intakte und zukunftsorientierte Mobilität. Künftig sollen noch mehr Menschen aufs Fahrrad umsatteln. Als Beitrag dazu plant die Grün-Schwarze Landesregierung, bis 2025 in Baden-Württemberg zehn Radschnellwege zu bauen. “

„Karlsruhe ist mit seinem 20-Punkte-Programm zur Radverkehrsförderung weiterhin auf einem sehr guten Weg“, betont Bettina Lisbach. „Bei den beiden kritischen Punkten Verkehrssicherheit und Parkmöglichkeiten für Räder konnten wichtige Verbesserungen erzielt werden. An beiden Themen muss aber weiter gearbeitet werden. Auch beim Umleitungsverkehr im Bereich der innerstädtischen Baustellen sehen wir noch deutliches Verbesserungspotential für den Radverkehr.“

„Die Rezertifizierung als fahrradfreundliche Kommune ist ein würdiger Abschluss des 200-jährigen Fahrradjubiläums in diesem Jahr“, sind sich die beiden Abgeordneten einig. „Trotz seines stattlichen Alters ist das Rad für die Fortbewegung gerade in Städten eine Zukunftstechnologie.“

Hintergrund:

Um das Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ zu erhalten, müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem eine erfolgsversprechende Radverkehrskonzeption, die gelungene Verknüpfung mit anderen Verkehrsangeboten oder die Anstrengungen für mehr Radtourismus.

Das Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ gilt befristet und muss immer wieder neu verdient werden. Rezertifiziert wurden bei der Verleihung am Freitag Karlsruhe, Freiburg und Offenburg. Neu dazugekommen ist Mannheim. Neben dem Prädikat „fahrradfreundlich“ erhalten die ausgezeichneten Städte auch eine Fahrradsäule, die in den Orten täglich das Fahrradaufkommen misst und so einen wichtigen Teil zur Verkehrsplanung beiträgt.

Als „Fahrradfreundlich“ wurden bislang die Städte Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Kirchheim unter Teck, Offenburg, Tübingen und Lörrach ausgezeichnet. Das Prädikat „Fahrradfreundlicher Landkreis“ erhielt der Landkreis Göppingen. Bis 2025 sollen die Kriterien für ein qualifiziertes Radverkehrskonzept bei der Hälfte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg gelten.

Weitere Informationen zum Thema auf dem Informationsportal zur Radverkehrsförderung unter fahrradland-bw.de/radverkehr-in-bw.

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