Karlsruhe profitiert von Projektförderung „Impulse Inklusion“

(13.12.2017) Lisbach und Salomon MdL (beide Grüne): „Inklusion vor Ort kann nur gelingen, wenn alle mitmachen“
Ein Projekt mit Vorbildcharakter: Die Landtagsabgeordneten Bettina Lisbach und Alexander Salomon gratulieren dem Beirat für Menschen mit Behinderungen zur Förderung des Landes über rund 17.000 Euro. Das Sozialministerium unterstützt damit die Gründung eines „Netzwerks Leichte Sprache für Karlsruhe“.

„Inklusion vor Ort kann nur gelingen, wenn alle mitmachen. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen engagiert sich schon seit 2003 dafür, dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in unserer Stadt zu einer Selbstverständlichkeit wird. Karlsruhe hat damit eine Pionierstellung unter den Städten in Baden-Württemberg inne. Ich freue mich, dass dieses Engagement nun entsprechend gewürdigt wird“, erklärt Bettina Lisbach.

„Nicht nur bauliche Barrieren stehen einer Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Wege“, betont Alexander Salomon. „Genauso wichtig ist es, dass sprachliche Barrieren abgebaut werden. Das Netzwerk „Leichte Sprache“ hat hier eine wichtige Aufgabe, damit möglichst viele Menschen selbstbestimmt und gleichberechtigt am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben teilnehmen können.“

„Seit mehreren Jahren gibt es in Deutschland das Konzept der Leichten Sprache“, ergänzt Stadtrat Michael Borner. „Diese Idee wurde gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt und hat uns Grüne von Anfang an begeistert. Auch Menschen mit einer anderen Muttersprache werden von Dokumenten in Leichter Sprache profitieren.“

Hintergrund zum geförderten Projekt:
Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Karlsruhe plant die Gründung eines Netzwerks Leichte Sprache. Sprache kann für Menschen mit Behinderung und für andere Zielgruppen eine Barriere darstellen. Werden Texte nicht oder nicht richtig verstanden, fehlen wichtige Informationen. Ziel ist, die Verbreitung von Leichter Sprache in Karlsruhe zu verbessern. Erfahrungen in der Anwendung von Leichter Sprache sollen gebündelt und Fachtage und Fortbildungen in Leichter Sprache angeboten werden. Zudem soll durch Öffentlichkeitsarbeit für den Einsatz von Leichter Sprache geworben und ein Prüfer-Netzwerk aufgebaut werden, das Texte auf ihre Verständlichkeit überprüft.

Hintergrund zum Förderprogramm:
Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat am Mittwoch (13. Dezember) 33 Modellprojekte bekannt gegeben, die in diesem Jahr über das Förderprogramm „Impulse Inklusion“ finanziell unterstützt werden: Ziel der Förderung ist es, landesweit Initiativen zu ermöglichen, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen voranbringen wollen. Dafür stehen 2017 rund 500.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte von Selbsthilfeorganisationen, Behinderteneinrichtungen, Kreisen, Kommunen und Vereinen.
Das Förderprogramm ist Teil der Initiative des Sozialministeriums, mit der die UN-Behindertenkonvention in Baden-Württemberg umgesetzt werden soll.

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