Karlsruher Museen erhalten 1,09 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte

(18.12.2018) Die Landtagsabgeordneten Bettina Lisbach und Alexander Salomon (beide Grüne) gratulieren den insgesamt vier Karlsruher Museen, welche im Rahmen des Programms „Digitale Wege ins Museum“ Fördergelder in Höhe von insgesamt 1,09 Millionen Euro erhalten haben.

Alexander Salomon MdL, Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft, Forschung und Kunst der Fraktion der Grünen im Landtag und Sprecher für Medien und Netzpolitik der Fraktion, zeigt sich sehr erfreut: „Als geborener Karlsruhe und Kunstinteressierter freue ich mich sehr, dass gleich vier Karlsruher Museen Fördergelder für ihre Projekte erhalten und damit auch Anerkennung für ihre Ideen, ihre Kreativität und ihre Aufgeschlossenheit für Neues gefunden haben.“ Die Förderung von Digitalisierungsprojekten auch in Museen ist für ihn ein Meilenstein auf dem Weg in eine zukunftsfähige, erlebbare und für jede*n zugängliche Kulturlandschaft.

Auch Bettina Lisbach MdL bekräftigt: „ Ich freue mich sehr, dass Karlsruhe seine Rolle als Kulturstandort wieder einmal unter Beweis stellen konnte und bin mir sicher, dass die ausgewählten Museen die Fördergelder nutzen werden, um entsprechende Erlebnisräume zu schaffen, den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern und so auch neue Besuchergruppen, insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, anzusprechen.“

Mit „Digitale Wege ins Museum“ hat Baden-Württemberg im vergangenen Jahr ein deutschlandweit einzigartiges Programm auf den Weg gebracht, um seine Museen und Kultureinrichtungen aktiv bei der Gestaltung der digitalen Zukunft zu begleiten. Das Förderprogramm ist ein zentraler Baustein der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg und möchte die staatlichen Museen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft begleiten. Staatssekretärin Petra Olschowski (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst) führt hierzu aus: „Die jetzt ausgewählten Projekte zur digitalen Vermittlung zeigen, dass unsere Landesmuseen in Punkto Digitalisierung gegenwärtig riesige Fortschritte machen. (…) Wir möchten Kunst und Kultur im Land für alle erlebbar mache, auf digitalem Wege Bildungsinhalte vermitteln und neue Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten eröffnen.“

Die baden-württembergischen Landesmuseen sowie das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe konnten ihre Anträge einer Expertenjury aus renommierten Fachleuten der deutschen Museumsszene vorstellen. Zur Umsetzung der ausgewählten Projekte im Bereich Vermittlung und Strategieentwicklung erhalten die Landesmuseen und das ZKM in Baden-Württemberg insgesamt 3,1 Millionen Euro. Unter den geförderten Museen sind u.a. das ZKM, das Badische Landesmuseum Karlsruhe, die Kunsthalle Karlsruhe und das Naturkundemuseum Karlsruhe. Unterstützt durch das erste Förderprogramm „Digitale Wege ins Museum“ werden digitale Vermittlungsprojekte derzeit unter anderem im ZKM Karlsruhe umgesetzt. Hier können sich Besucher*innen Fragen zur Ausstellung durch einen „Chatbot“ – ein digitales interaktives Sprachprogramm – beantworten lassen.

Neben digitalen Vermittlungsprojekten fördert das Land im Rahmen des Programms auch Bildungs- und Vermittlungsprojekte in anderen Kunstsparten sowie die Ausbildung und Forschung zum Lernen und Produzieren mit digitalen Medien. Die geförderten Projekte werden bis 2020 in den ausgewählten Museen umgesetzt. Inhaltlich begleitet wird das Förderprogramm von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, dem digitalen Kompetenzzentrum Baden-Württemberg.

Lisbach und Salomon betonen: „Wir sind uns sicher, dass die geförderten Projekte nicht nur für die Besucher*innen und den Wissenschafts- und Kulturstandort Karlsruhe, sondern auch für ganz Baden-Württemberg eine enorme Bereicherung darstellen werden.“

Die Pressemittelung des Ministeriums für Wissenschaft, Hochschule und Kunst finden Sie hier.
Die Liste der geförderten Projekte finden Sie hier.

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