KIT und die Hochschule Karlsruhe sind Impulsgeber für die regionale Wirtschaft

Land übergibt Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro an Forschungsprojekt
Wissenschaft in Karlsruhe dient als Impulsgeber für Ressourceneffizienz

Die Hochschule Karlsruhe und das KIT dürfen sich gemeinsam mit fünf weiteren Forschungseinrichtungen über Fördermittel in Höhe von 1,45 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg und Strukturfondsmittel der Europäischen Union (EFRE) freuen. Das Gemeinschaftsprojekt der sechs Standorte unter dem Titel „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ erhielt heute von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer als sogenanntes Zentrum für angewandte Forschung (ZAFH) den Förderbescheid. Die Wissenschaftler werden in den kommenden drei Jahren an der Entwicklung und Fertigung neuer Werkstoffe arbeiten.
„Ressourcenschutz und Energiesparen sind zentrale Zukunftsfelder“ betont Bettina Lisbach, die die Grüne Fraktion im Umweltausschuss des Landtags vertritt. „Es liegt eine große Chance darin, uns frühzeitig mit ressourcenschonende Alternativen in Produktionsprozessen auseinanderzusetzen.“
„Für die Region ist es zudem ein tolles Zeichen, dass das KIT und die Hochschule Karlsruhe an diesem wegweisenden Forschungsprojekt beteiligt sind So können wir vor Ort Prozesse anstoßen und neue Anwendungsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft erschließen“, ist der hochschulpolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Alexander Salomon, überzeugt.
Mit den Zentren für angewandte Forschung (ZAFH) geht Baden-Württemberg neue Wege. Ziel ist es, dass sich Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vernetzen, um wichtige Schlüsselthemen der Zukunft zu bearbeiten. „Es ist wichtig, dass wir eine Brücke schaffen zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis. Auf diese Weise kann die Vielfalt unserer Forschungslandschaft einen wichtigen Beitrag als Impulsgeber für die regionale Wirtschaft leisten“, führen die beiden GRÜNEN Abgeordnete abschließend aus.

Hintergrundinformationen:
Die ZAFH werden vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert. Eine einmalige Verlängerung von zwei Jahren ist möglich. Dafür werden weitere Mittel in Höhe von bis zu 1 Million Euro bereitgestellt. Bisher wurden in vier Fördertranchen insgesamt elf ZAFH an baden-württembergischen Hochschulen im Umfang von insgesamt 23,5 Mio. Euro gefördert. Dabei wurden neun ZAFH jeweils anteilig aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln sowie zwei weitere ZAFH ausschließlich aus Landesmitteln finanziert.

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