Land stärkt bürgerschaftliches Engagement für Geflüchtete

(28.04.2018) Bettina Lisbach und Alexander Salomon: Einsatz von und für Migrantinnen und Migranten wichtig für Integration in die Zivilgesellschaft

Mit 10.000 Euro unterstützt das Sozial- und Integrationsministerium das Projekt „bikes without borders“ des Freundeskreis Asyl Karlsruhe e. V. „Das Projekt besteht bereits seit 2012 und möchte möglichst vielen Geflüchteten der Landeserstaufnahme Leihfahrräder zur Verfügung stellen und ihnen damit an ihrem neuen Wohnort Mobilität ermöglichen“, so Bettina Lisbach. „In der Fahrradwerkstatt des Projekts arbeiten Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer*innen zusammen und reparieren Fahrräder, die ihnen als Spende überlassen wurden. Das ist ein Aspekt des Projekts, der uns ganz besonders gefällt: Er macht aus Spendenempfänger*innen aktiv Mitwirkende und bietet ganz nebenbei die Möglichkeit, in Kontakt zu kommen und die Sprache zu erlernen.“

Alexander Salomon ergänzt: „Das Projekt zeigt, welche wichtige Rolle das bürgerschaftliche Engagement von und für Migrantinnen und Migranten bei der Integration in die Zivilgesellschaft und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt. Wer sich beteiligt und einbringt, kann unsere Gesellschaft mitgestalten und aktiv teilhaben.“ Dieses Engagement wolle das Land weiter unterstützen und stärken.

Das neue Programm „Gemeinsam in Vielfalt III“ ist Teil des Landesprogramms „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ innerhalb des Paktes für Integration, den das Land und die Kommunen im Jahr 2017 unterzeichnet haben. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Landesregierung unter dem Titel „Gemeinsam in Vielfalt“ den Auf- und Ausbau von lokalen Bündnissen für Flüchtlingshilfe gefördert. Nun geht es bei „Gemeinsam in Vielfalt III“ darum, die Helferstrukturen nachhaltig zu sichern und den längerfristigen Prozess der Integration in die Gesellschaft durch zivilgesellschaftliche Prozesse weiter zu gestalten.

Die beiden Abgeordneten sind sich einig: „Die vielen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe in Baden-Württemberg haben in den vergangenen Jahren schon beachtlich viel erreicht. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Integration derjenigen, die zu uns kommen.“ Das Projekt „bikes without borders“ wurde aus insgesamt 118 eingegangenen Anträgen ausgewählt.

Hintergrundinformationen:

Insgesamt werden 73 Projekte von Kommunen, Landkreisen, Vereinen und Initiativen mit einer Gesamtsumme von insgesamt 1.675.000 Euro gefördert. Die Entscheidung, welche Projekte in das Programm aufgenommen wurden, hat eine unabhängige Jury getroffen. Darin waren neben dem Sozial- und Integrationsministerium, dem Staatsministerium, dem Gemeinde-, Landkreis- und Städtetag auch die Führungsakademie, die Liga der freien Wohlfahrtspflege, die Arbeitsgemeinschaft des Bürgerschaftlichen Engagements e.V., der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen, die Initiative Allianz für Beteiligung e.V. und der Sprecherrat der Fachkräfte im Landesnetzwerk BE vertreten.
Weitere Informationen zum Landesprogramm „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ finden Sie unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderaufrufe/.

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