Über 150.000 Euro für Karlsruher Kulturprojekte

(30.03.2017) Salomon MdL und Lisbach MdL (beide Grüne): „Förderentscheidungen bezeugen die Vielfältigkeit der Karlsruher Kulturlandschaft.“

Auch in diesem Jahr fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit seinem Innovationsfonds Kunst neue, künstlerische Strategien und Vermittlungspraktiken der Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg.

Mit ihren innovativen und zukunftsweisenden Ideen haben sich fünf Karlsruher Institutionen bei der 45-köpfigen Jury mit ihren Projetanträgen durchgesetzt: Das Badische Landesmuseum, das Tollhaus, die Hochschule für Gestaltung, das Centre culturel franco-allemand und das Badische Staatstheater überzeugen in den Kategorien „Innovative Kunst- und Kulturprojekte“ und „Kulturelle Bildung“.

In der Förderlinie „Innovative Kunst- und Kulturprojekte“ erhält das Badische Staatstheater knapp 50.000 Euro für ein breit aufgestelltes Projekt zur Erprobung neuer Begegnungsformate an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung und Produktion – inklusive künstlerischer Reaktion auf die anstehende Sanierung des Theaters. Die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe erhält eine Landesförderung in Höhe von 11.000 Euro für ihr interdisziplinäres Festival „cOsmOsmOse“, das internationale Künstler aus den Bereichen Literatur, Musik, Bildende Kunst und Performance in einem Laboratorium versammelt. Hier wird für neue Kollaborationen, Experimente und richtungsweisende Formate Raum geschaffen; hier wird das „Sprechen“ auf eigene Weise mit elektronischen Medien und der digitalen Welt verbunden. Das Kulturzentrum Tollhaus erhält für das neue ATOLL-Festival 40.000 Euro. Hier entsteht eine neue Art des zeitgenössischen Zirkus als Treffpunkt für Artisten, Produzenten und Regisseure. Theater und Artistik, Musik und Tanz, Tradition und Innovation, Komik und Poesie mischen sich zu einem innovativen Festival für eine neue Kunstform. Spezielle Formate für Nachwuchstalente, Kooperationen mit internationalen Zirkusschulen, Produktionsförderungen und Workshops befinden sich an einem Ort.

Das Badische Landesmuseum Karlsruhe hat in der Förderlinie „Kulturelle Bildung“ überzeugt und schlägt mit „MIND _ Museum Interaktiv Nutzerorientiert Digital“ eine Brücke in die digitale Welt: Museale Inhalte werden mit digitalen Medien zielgruppengerecht so aufgearbeitet, dass sie den besonderen Anforderungen und Möglichkeiten der digitalen Kulturvermittlung in der Ausstellung und im Internet gerecht werden; dies wird mit 50.000 Euro gefördert. Die Stiftung Centre culturel franco-allemand Karlsruhe (CCFA) hingegen baut eine Brücke der anderen Art und erhält einen Zuschuss von 5.000 Euro. Das CFFA lädt Kianoush Ramezani, Gründer des Vereins für künstlerische Karikatur „United Sketches“ im Juli 2017 ein, gemeinsam mit Schülern zweisprachiger Schulen sowie Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen Workshop zu Repräsentationen des „Anderen“, das zumeist Bedrohung suggeriert, zu gestalten. Die dabei entstandenen Zeichnungen werden im CCFA präsentiert. Ein Diskussionsabend vereint K. Ramezani und A. Leiris zum Thema „künstlerische Strategien im Umgang mit Gewalt“.

Der im Jahr 2012 eingeführte Innovationsfonds Kunst hat seit seiner Einführung in den bislang neun Ausschreibungsrunden der Jahre 2012 bis 2016 insgesamt 421 Projekte mit rd. 10,2 Mio. Euro bewilligt. Er schafft Spielräume, um kulturelle Akzente zu setzen und Schwerpunkte auszubauen. „Die thematische Bandbreite der geförderten Projekte bezeugen auch in diesem Jahr die Vielfältigkeit in der Karlsruher Kunst- und Kulturszene.“, lobt Alexander Salomon MdL, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst. „Besonders beeindruckend ist, dass die Anträge der einzelnen Institutionen ein so breites Spektrum abdecken.“, fügt die Karlsruher Landtagsabgeordnete Bettina Lisbach hinzu. „Dies zeugt von der unglaublichen Ideenvielfalt der Kulturlandschaft in Karlsruhe.“, fassen die beiden Karlsruher Abgeordneten zusammen.

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