Landesprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten: Projekte in Karlsruhe erhalten Förderung

(16.03.2018) Salomon und Lisbach: Karlsruhe kann von Landesmitteln in Höhe von 4,8 Millionen Euro profitieren

Umweltschonende Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz oder Regenwasser-Rückhaltung: Die Landesregierung unterstützt die baden-württembergischen Kommunen mit 138 Millionen Euro bei Projekten zu Wasserwirtschaft und Altlasten-Beseitigung.

Auch die Stadt Karlsruhe profitiert davon. „Im Programm sind 93.000 Euro für die Renaturierung der Pfinz in Durlach eingeplant“ so Bettina Lisbach, Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt der Landtagsfraktion. „Weitere 43.000 Euro stehen für den Erwerb von Grundstücken bereit, um die naturnahe Gewässerentwicklung an der Alb weiter voranzubringen.“

Darüber hinaus sind für die Sanierung von Altlasten im Bereich des ehemaligen Gaswerks Ost Mittel in Höhe von insgesamt 216.000 Euro vorgesehen.

„Der größte Betrag an Fördergeldern für Karlsruhe ist in diesem Jahr mit über 4,4 Mio. für die Erweiterung der Kläranlage um eine Aktivkohleadsorption vorgesehen“, erklärt Alexander Salomon, Mitglied im Finanzausschuss des Landtags. „Diese ist notwendig, um das Wasser von Medikamentenresten und anderen Spurenstoffen zu reinigen.“

Die Zuschüsse der Landesregierung aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds ermöglichen es den Kommunen, ihre Wasserversorgung zu erneuern, den Schutz vor Hochwasser zu verbessern oder die Qualität der Flüsse, Seen und des Bodens in Baden-Württemberg dauerhaft zu steigern. Den größten Anteil an Fördermitteln stellt das Land den Städten und Gemeinden dieses Jahr mit 62 Millionen für die Abwasserbeseitigung zur Verfügung. Mit 15 Millionen Euro unterstützt das Umweltministerium die Verbesserung der Wasserversorgung. Für Maßnahnamen zum Hochwasserschutz und Gewässerqualität nimmt die Landesregierung 43 Millionen Euro in die Hand und gibt 18 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Altlasten aus.

Beim Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten 2018“ handelt es sich um von den Kommunen beabsichtigte, jedoch noch nicht bewilligte Vorhaben. Die endgültige Förderung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch separate Bewilligungsbescheide.

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