Lisbach und Salomon zur Diskussion um den Radverkehr über den Rhein

(04.01.2018) Schnelle Radverbindung muss direkt zwischen Karlsruhe und Wörth verlaufen
Die beiden Landtagsabgeordneten Alexander Salomon und Bettina Lisbach begrüßen, dass sich die beiden Amtschefs der Verkehrsministerien in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam an das Bundesverkehrsministerium gewandt haben, um die Planungen zu einer zweiten Rheinbrücke zumindest in Sachen Radverkehrsführung zu verbessern.

„Zwar lehnen wir den Bau einer zweiten Rheinbrücke weiterhin ab und halten die angekündigten Klagen der Stadt Karlsruhe und des BUND für richtig“ so Lisbach. „Sollte sich eine zusätzliche Straßenbrücke über den Rhein in Karlsruhe aber nicht verhindern lassen, so muss diese auf jeden Fall um einen begleitenden Radweg ergänzt werden.“, ergänzt Salomon.
In mehreren Gesprächen und auch per Brief hatten sich die beiden Abgeordneten an Verkehrsminister Hermann gewandt, um auf Optimierungen zur Radwegplanung zu drängen. In der schriftlichen Antwort des Verkehrsministers wird auf die Bestrebungen der Landesregierung verwiesen, die neue Brücke mit einem Radweg zu versehen.
Lisbach und Salomon sehen darin einen wichtigen Schritt. Gleichzeitig betonen sie, dass dieser nicht ausreiche. „Ein Radweg entlang der neuen Brücke ist zwar notwendig. Er eignet sich aber nicht als Radschnellverbindung zwischen Karlsruhe und Wörth. Die geplante Trasse der neuen Brücke liegt 1,5 km zu weit im Norden, um diese Funktion zu erfüllen. Sie ist insbesondere für Pendler*innen, aber auch für Wochenendausflügler mit Zielen südlich von Karlsruhe und Wörth völlig ungeeignet.“ Für eine rasche Überquerung des Rheins mit dem Rad von und nach Karlsruhe sei ein solcher Umweg nicht akzeptabel.

„Wir halten es deshalb für unabdingbar, die Radwegverbindung entlang der bestehenden Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth zu optimieren“, so Salomon und Lisbach. „Dies gilt ganz unabhängig davon, ob eine neue Straßenbrücke gebaut wird oder nicht“.
Die jetzt im Zuge der Planungen zu einer zweiten Rheinbrücke planfestgestellte Radwegführung sei nicht akzeptabel, da sie eine enorme Verschlechterung der heutigen Radverkehrssituation mit sich bringe, sind die Abgeordneten überzeugt. „Wir werden uns erneut an den Verkehrsminister wenden und auf Verbesserungen drängen“, kündigen sie an.

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