Mehr Rücksicht auf Bäume und Naturschutz bei Tiefbauplanungen

In einem Antrag im Karlsruher Gemeinderat fordert die GRÜNE Fraktion die Erarbeitung einer nachhaltigen Konzeption für die langfristige Planung von Tiefbau-Infrastrukturen.

Bei der Verlegung von Leitungen, Kanalisationsrohren und anderen unterirdischen Infrastrukturen sollen künftig die Belange des oberirdischen Stadtbilds und des Naturschutzes konzeptionell stärker berücksichtigt werden, fordern die Grünen.

„Bäume und andere große Grünpflanzen werten das Stadtbild und das Mikroklima stark auf. In dicht bebauten Gebieten und entlang von Straßen kommt Bepflanzungsmaßnahmen ein hoher Stellenwert zu. Konflikte von großen Wurzelwerken und dichten Infrastrukturen führen gerade in diesen Bereichen häufig dazu, dass Bäume gefällt werden müssen oder nicht neu gepflanzt werden können“, erklärt Bettina Lisbach, Fraktionsvorsitzende und Fachsprecherin für Stadtplanung der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion. „Durch eine strategische Konzeption soll sichergestellt werden, dass auch in innerstädtischen Gebieten die Bepflanzung von Flächen möglich bleibt.“

Auch die Interessen des Naturschutzes sollen bei einer nachhaltigen Planung von Infrastrukturmaßnahmen verstärkt berücksichtigt werden. „Derzeit finden entlang der Alb Tiefbauarbeiten für den Ausbau der Fernwärmeleitungen statt, die das ökologisch empfindliche Gebiet massiv beeinflussen“, führt Renate Rastätter, naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, an. „Hier gilt es, die Eingriffe in die Natur weiter zu minimieren und für mehr Transparenz zu sorgen, um betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Naturschutzverbänden die Plausibilität notwendiger Arbeiten aufzuzeigen.“

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