Mehr Wahlfreiheit für Eltern – Zahl der Ganztagsschulen in Karlsruhe wächst

(02.03.2018) Immer mehr Schulen entscheiden sich für das Ganztagsmodell. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat heute die Namen der neu genehmigten Schulen für das Schuljahr 2018/19 bekannt gegeben. Die Landtagsabgeordneten Bettina Lisbach und Alexander Salomon ( beide Grüne) freuen sich, dass dabei auch die Anträge der Südend-Grundschule und der Adam-Remmele-Schule im Westen Karlsruhes bewilligt wurden: „Allen Beteiligten, vor allem den engagierten Lehrkräften, den Eltern und ihren Kindern wünschen wir einen guten Start und viel Erfolg für die Zukunft.“

Landesweit steige die Zahl der Ganztagsschulen um insgesamt 41 Schulen an. Besonders stark steige die Zahl der Ganztagsangebote an Grundschulen nach dem neuen Ganztagsschulkonzept (36). Dazu Bettina Lisbach: „Diese Entwicklung zeigt, dass die Verankerung der Ganztagsschule im Schulgesetz überfällig war. Schulen und Schulträger haben nun die erforderliche Planungssicherheit, die sie für ihre Arbeit benötigen. Sie können flexibel auf den Bedarf vor Ort reagieren und verschiedene Formen anbieten – verpflichtend oder freiwillig, mit sieben oder acht Zeitstunden an drei oder vier Tagen in der Woche.“

Der Ganztagesbetrieb biete wesentliche Vorteile. „Durch das erweiterte Schulangebot stärken wir den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in unserer Stadt“, erklärt Alexander Salomon.

„Die Ganztagsschule ist weit mehr als Betreuung“, betont Bettina Lisbach. Sie erlaube neue Gestaltungsmöglichkeiten des Lernprozesses. Über den Tag verteilt könnten sich traditioneller Unterricht, individuelle Vertiefungsphasen und Übungszeit, musische Angebote oder Sport abwechseln. Hausaufgaben würden in der Schule mit Hilfe der Lehrkräfte erledigt. Diese so genannte Rhythmisierung von Lernphasen verspreche nach Ansicht von Bildungsforschern und Bildungsforscherinnen den größten Lernerfolg.

„Das System bietet außerdem die große Chance, Kinder an die Vereinswelt und das kulturelle Leben heranzuführen. Das stärkt das Gemeinwesen insgesamt“, so Alexander Salomon. Die Schulen können Akteure aus den Bereichen Sport, Kultur, Musik oder Jugendarbeit in ihr Ganztagskonzept einbeziehen. Die Finanzierung der Zusammenarbeit kann aus dem Kooperationsbudget erfolgen.

Hintergrund:
In den kommenden Jahren rechnet die Landesregierung mit einem weiteren Anstieg der Ganztagsschulen im Grundschulbereich. Bis zum 1. Oktober können Schulträger weitere Anträge auf Ganztagsschule beim Kultusministerium einreichen. Bis 2023 sollen landesweit rund 70 Prozent der Grundschulen ein Ganztagsangebot einrichten.

Verwandte Artikel