Nachhaltiges Bauen: GRÜNE wollen weitere Vorzeigeprojekte in Karlsruhe

(08.07.2017) Bereits im Sommer 2015 hatte die grüne Gemeinderatsfraktion in einer Anfrage darauf aufmerksam gemacht, dass durch den Einsatz recycelter und nachhaltiger Baustoffen Ressourcen und Energie eingespart werden können. Damals lautete die Antwort der Stadtverwaltung noch, dass Baustoffe aus recyceltem Beton nicht ausreichend geprüft und zugelassen seien. Mittlerweile hat offenbar ein Umdenken stattgefunden.

Zoe Mayer, Mitglied im Bauausschuss, äußert sich zufrieden, dass beim Bau der neuen Hauptfeuerwache erstmals bei einer großen städtischen Hochbaumaßnahme ein Teil des Materials für die Bodenplatte aus wiederverwendetem Beton gewonnen wurde. Sie merkt außerdem an: „Es ist nun wichtig, regionale Netzwerke aufzubauen, um lange Wege zwischen den Abbruch- und den Neubaumaßnahmen zu vermeiden.“ Aus Sicht der GRÜNEN könnte auch bei den zahlreichen Wohnungsbauvorhaben der städtischen Volkswohnung ein solches Material in Tragschichten gut wiederverwendet werden.

Auch die Landtagsabgeordnete Bettina Lisbach, Sprecherin der GRÜNEN im Umweltausschuss des Landtags, betont: „Der Einsatz von Recycling-Baustoffen sowie von energiesparend hergestelltem Beton hat enorm viel Potential, das bisher im Hochbau noch viel zu wenig genutzt wird. Auf Landesebene beschäftigen wir uns intensiv mit diesem Thema, um eine bessere Abfallvermeidung und mehr Ressourceneffizienz zu erreichen. Es wäre wichtig, dass die Stadt Karlsruhe bei öffentlichen Hochbauprojekten eine landesweite Vorreiterrolle anstrebt und weitere Pilotprojekte realisiert. Interessant wäre dabei auch eine enge Kooperation mit dem Institut für Massivbau und Baustofftechnologie am KIT, das wegweisende Forschung im Bereich zementarmer und umweltfreundlich hergestellter Betonarten betreibt.“

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