„Hebammenausbildung in der Region Karlsruhe ist gesichert“

(16.10.2017) Neuer Studiengang „Angewandte Hebammenwissenschaften“

Die Landtagsabgeordneten Alexander Salomon, Bettina Lisbach und Bea Böhlen gratulieren der Dualen Hochschule (DHBW) Karlsruhe zur Einrichtung des neuen Studiengangs „Angewandte Hebammenwissenschaften“. 15 Studienplätze des Studiengangs „Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften (B.Sc.)“ werden aufgrund der regionalen Nachfrage an der Dualen Hochschule für den neuen Studiengang umgewidmet.

„Die Einrichtung des Studiengangs ist für die Region Karlsruhe und die umliegenden Kliniken ein wichtiger Schritt um den Bedarf an Fachkräften im Fachbereich Hebammenwesen zu decken. Unser gemeinsamer Einsatz für den neuen Studiengang war erfolgreich“, erklärt Salomon.

„Wir freuen uns sehr, dass das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst positiv über den Antrag der Dualen Hochschule Karlsruhe zur Umwidmung der Studienplätze entschieden hat“, so Lisbach und Böhlen. „Für die Einrichtung und eine zeitnahe Aufnahme des Studienbetriebs wünschen wir der DHBW Karlsruhe alles Gute“.

Der Hebammenberuf in Deutschland steht aufgrund verschiedener Beschlüsse der Europäischen Union vor einem Wandel. Im Rahmen dieser Beschlüsse wurden unter anderem die Zugangsvoraussetzungen zur Hebammenausbildung mit dem Verweis auf die gestiegenen Anforderungen des Berufs auf eine zwölfjährige allgemeine schulische Ausbildung angehoben. Dementsprechend steigen Nachfrage und Bedarf nach geeigneten Ausbildungsmöglichkeiten.

Hintergrund:

Die Aufwertung und Stärkung der Gesundheitsfachberufe und somit auch des Hebammenwesens ist nach wie vor ein wichtiges Anliegen der Landesregierung von Baden-Württemberg. Im Bereich Hebammenwesen werden im Rahmen des Programms „Akademisierung der Gesundheitsfachberufe“ in Baden-Württemberg aktuell die Hebammenstudiengänge an der Universität Tübingen, an der DHBW Studienakademie Stuttgart und an der DHBW Studienakademie Heidenheim gefördert. In Baden-Württemberg stehen damit insgesamt rd.190 akademische und nichtakademische Anfängerplätze zur Verfügung. Dies entspricht einer Akademisierungsquote von ca. 32%.

Das Programm „Akademisierung der Gesundheitsfachberufe“ orientiert sich an den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur hochschulischen Qualifikation für das Gesundheitswesen von 2012. Der Wissenschaftsrat sieht eine Akademisierung von 10-20% eines Ausbildungsjahrganges vor. Im Bereich der Hebammenausbildung liegt die Akademisierungsquote bereits jetzt etwas höher (ca. 32 %), da es das Ziel ist, die Versorgungssituation mit Hebammen insgesamt zu verbessern. Dies scheiterte bisher u.a. an fehlenden Ausbildungskapazitäten.

Verwandte Artikel