Radverkehrsförderung in Karlsruhe weiterhin sehr erfolgreich

Land veröffentlicht Wirkungskontrolle zur Entwicklung des Radverkehrs

Lisbach und Salomon MdL (beide Grüne) sehen Politik für nachhaltige Mobilität durch die positive Entwicklung des Radverkehrs in Karlsruhe bestätigt
Um die Wirkung der Radverkehrsförderung zielgerichtet steuern zu können, hat das Land Baden-Württemberg eine Wirkungskontrolle zur Radverkehrsförderung eingerichtet. Sie evaluiert die durchgeführten Maßnahmen und gewährleistet ein systematisches Qualitätsmanagement.

In Karlsruhe hat sich der Anteil des Radverkehrs von 16% im Jahr 2002 auf 25% im Jahr 2012 erhöht. Die Radverkehrszahlen sind bei den in der Studie dargestellten Zählungen von 2009 bis 2014 sogar um knapp 45% angestiegen, und an einigen Zählstellen haben sich die Werte sogar verdoppelt. „Die Förderung des Radverkehrs zeigt Wirkung. Gleichzeitig hat sich das Unfallrisiko für Radfahrende verringert. Das sind gute Botschaften für unsere Städte und Kommunen und insbesondere für Karlsruhe”, betonen die beiden Abgeordneten anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Studie.

Als besonders vorbildlich wird das Karlsruher 20-Punkte-Programm im Ergebnisbericht der Wirkungsstudie hervorgehoben. „Natürlich freut es uns als Karlsruher Abgeordnete sehr, dass die Karlsruher Maßnahmen als vorbildlich eingestuft werden und auch Wirkung zeigen“, fassen Salomon und Lisbach zusammen. “Wir sind in Karlsruhe selbst fast immer mit dem Rad unterwegs und wissen aus eigener Erfahrung, wie viel sich hier in den letzten Jahren zum Positiven entwickelt hat.“

Laut Studienergebnis hat sich die Verkehrssicherheit für Radfahrende erhöht und das Risiko, in Unfälle verwickelt zu werden, ist landesweit gesunken. Hier sieht die Studie jedoch noch Handlungsbedarf auch für Karlsruhe: Um die selbstgesteckten Ziele bis 2020 erreichen zu können, muss das Engagement der Landkreise und Kommunen noch erhöht werden. Es ist beruhigend zu sehen, dass das Unfallrisiko landesweit sinkt; dennoch ist jeder Unfall einer zu viel. Die Sicherheit für Verkehrsteilnehmende muss bei weiteren Maßnahmen hohe Priorität haben, gerade in Karlsruhe, wo der Anteil der jungen Erwachsenen an den Radfahrenden deutlich angestiegen ist“, betonen die beiden Abgeordneten.

Verbesserungsfähig ist auch der weitere Ausbau von Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Hier wird zwar anerkannt, dass deutlich mehr Abstellplätze zur Verfügung stehen als vor einigen Jahren; andererseits wird darauf hingewiesen, dass diese bei Weitem nicht ausreichen und dass Städte und Kommunen daran weiter arbeiten müssen.

„Wir sind uns sicher, dass die Stadt Karlsruhe dieses gute Ergebnis für das städtische Engagement als weiteren Ansporn sieht, um auch zukünftig die Rahmenbedingung für Radfahrende zu verbessern. Wir werden dies von Landesseite aus auch weiterhin unterstützen“, fassen Salomon und Lisbach die Ergebnisse der Wirkungskontrolle Radverkehrsförderung zusammen.

Hintergrundinformation zur Wirkungskontrolle der Radverkehrsförderung

Die Wirkungskontrolle wurde 2009 als Instrument zur Analyse und Bewertung der Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg eingeführt. Im Sinne eines Qualitätsmanagements wurde 2009/2010 im Rahmen einer Nullanalyse der Ausgangszustand festgestellt. Fünf Jahre später erfolgte die erste Nachher-Messung. Ein Vorher-Nachher-Vergleich liefert nun erstmals Erkenntnisse zur Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen der Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg.

Mit der Durchführung der Untersuchungen hat das Ministerium für Verkehr die NVBW-Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und einen unabhängigen Gutachter (Planungsbüro PGV-Alrutz) betraut. Dieser hat die Situation im Land durch Befragungen, Zählungen, Beobachtungen und Befahrungen systematisch erhoben und mit Hilfe eines Indikatorenkatalogs bewertet.

Zur Abbildung eines möglichst repräsentativen und vollständigen Bildes der Radverkehrsförderung, wurden Städte und Landkreise ausgewählt, die sich hinsichtlich Größe, Lage und Ausgangsbedingungen unterscheiden. Weitere Kommunen haben sich auf eigene Kosten an der Wirkungskontrolle beteiligt. Insgesamt haben elf Städte und drei Landkreise teilgenommen: Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Fellbach, Filderstadt, Heidenheim, Kirchheim unter Teck, Lörrach, Offenburg, Singen, Villingen-Schwenningen sowie die Landkreise Bodenseekreis, Karlsruhe, Ostalbkreis.

Die gesamte Studie ist hier einsehbar:
http://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/radverkehrsfoerderung-wirkt-es-wird-mehr-geradelt/

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