Städtisches Klinikum Karlsruhe und ViDia profitieren von Krankenhausbauprogramm

(18.12.2018) Mehr als 450 Millionen Euro investiert die grün-schwarze Regierung im Jahr 2019 in die Krankenhäuser des Landes. Davon profitiert auch der Klinikstandort Karlsruhe.

„Mit den Mitteln stärken wir die Qualität der medizinischen Versorgung auch in Karlsruhe und stellen eine hochwertige Versorgung sicher. Das ist ein starkes Signal an Patient*innen und Mitarbeiter*innen der Kliniken“, so die beiden Landtagsabgeordneten Bettina Lisbach und Alexander Salomon. „Wir freuen uns, dass dank der Förderung nun zeitnah mit der Umsetzung zweier geplanter Projekte in Karlsruhe begonnen werden kann. Das Städtische Klinikum Karlsruhe erhält eine Landesförderung für den Neubau seines Hubschrauberlandeplatzes. Bei den ViDia-Kliniken wird die Zusammenlegung der beiden Krankenpflegeschulen der Kliniken unterstützt und damit eine Ausbildung auf hohem Niveau sichergestellt.“ Die beantragten Kosten belaufen sich zum jetzigen Zeitpunkt auf über 7 Millionen Euro beim Städtischen Klinikum bzw. über 5 Millionen Euro bei ViDia.

Unter der Führung von Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha haben sich die Mittel für die Krankenhausfinanzierung in den letzten Jahren auf einem hohen Niveau stabilisiert.

Bettina Lisbach begrüßt zudem, dass der neu aufgelegte und mittlerweile verabschiedete milliardenschwere Strukturfonds des Bundes künftig weiteres Geld für die Krankenhäuser nach Baden-Württemberg bringe. „Wir werden die Ko-Finanzierung dafür zusätzlich stemmen, um unseren Anteil an den Geldern komplett für die Krankenhäuser im Land einzusetzen“, so Bettina Lisbach. 60 Millionen Euro Landesmittel sollen jährlich für die nächsten vier Jahre von 2019 bis 2022 zur Ko-Finanzierung des neuen Strukturfonds bereitgestellt werden.

Gleichzeitig sieht das Land vor, die Förderkriterien für die Krankenhausplanung bedarfsorientiert weiterzuentwickeln. „Wir setzen uns für passgenaue Standortlösungen ein, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren. Für ein optimales medizinisches Angebot vor Ort werden wir bestehende Angebote verzahnen und Schwerpunkte bilden. Mit diesem Bauprogramm fließen Fördermittel nicht nur in große Ballungszentren, sondern auch in die medizinische Versorgung im ländlichen Raum“, betont Alexander Salomon.

Hintergrundinformation für die Redaktionen: Wie setzen sich die Summen zusammen?
2019 steht für Krankenhausinvestitionen (ohne 60 Mio. Euro Kofinanzierung Strukturfonds!) in Baden-Württemberg eine Gesamtsumme von 451,309 Millionen Euro bereit. Diese setzt sich wie folgt zusammen:
• 71,309 Millionen Euro stammen aus den Investitionsprogrammen 2019
• 10 Millionen Euro für Digitalisierungsmaßnahmen
• Hinzu kommen für dieses Jahr 206 Millionen Euro aus den Investitionsprogrammen der letzten Jahre, die in diesem Jahr abgerufen werden.
• 164 Millionen Euro sind für sonstige Fördertatbestände vorgesehen, insbesondere für die Pauschalförderung.
Das Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 hat ein Volumen von 222,693 Millionen Euro.

Neben den beiden Bauprojekten in Karlsruhe sieht das Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 die Förderung von insgesamt 15 Baumaßnahmen und drei Planungsraten vor. Neben Karlsruhe sind Standorte in Böblingen- Sindelfingen, Eberbach, Elzach, Emmendingen, Esslingen, Freudenstadt, Göppingen, Lörrach, Nagold, Ludwigsburg, Schwäbisch Hall, Sigmaringen, Stuttgart, Waldshut und Winnenden mit ihren Projekten im Jahreskrankenhausbauprogramm verankert. Als Alternativvorhaben können noch Projekte in Crailsheim und Nürtingen zum Zug kommen.

Insgesamt umfasst das Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 ein Volumen von 222,693 Millionen Euro. Im Nachtragshaushalt sind zusätzlich 10 Millionen Euro für investive Digitalisierungsmaßnahmen an Krankenhäusern vorgesehen.

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