Zusätzliche Haushaltsmittel für Umwelt- und Naturschutz

Lisbach MdL und Salomon MdL (beide GRÜNE): Auch Karlsruhe kann von zusätzlichen Mitteln für Umwelt- und Naturschutzprojekte profitieren

Die Landesregierung stärkt im Haushaltsjahr 2017 den Naturschutz erneut mit zusätzlichen Finanzmitteln.

„In den Haushaltsverhandlungen haben wir insbesondere bei der Landschaftspflege aufgestockt. Hier fließen auf Initiative der Grünen Fraktion zusätzlich 500.000 Euro“, erläutert Abgeordnete Bettina Lisbach, die die Grünen im Umweltausschuss vertritt. „Wir wollen unsere wertvolle Kulturlandschaft und die biologische Vielfalt erhalten. Dafür sind professionelle Pflege und die Vernetzung von Lebensräumen bedrohter Tier- und Pflanzenarten entscheidend.“

Die zusätzlichen Mittel sollen genutzt werden, um insbesondere die Erstpflege von ökologisch hochwertigen, extensiven Grünlandflächen zu finanzieren. „Für 2017 sind 20 bis 30 Projektgebiete landesweit möglich“ so Alexander Salomon, Mitglied Finanzausschuss. „Pro Gebiet ist mit einer Förderung von 10.000 bis 50.000 Euro zu rechnen. Die Förderbedingungen werden derzeit noch ausgearbeitet.“

Im Fokus grüner Umweltpolitik stehen außerdem die Umwelt- und Naturschutzzentren in freier Trägerschaft. Sie erhalten 2017 einen zusätzlichen Zuschuss von 100.000 Euro für Projekte im Bereich Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit.

Auch das Thema Recycling und Ressourceneffizienz haben die Grünen Umweltpolitiker/innen im Fokus. Mit zusätzlichen Fördergeldern soll eine Handy-Sammel- und Recycling-Aktion unterstützt werden. „Gerade am Beispiel des besonders schnelllebigen Handys lassen sich die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen unseres Konsums, sehr gut darstellen“ betonen Lisbach und Salomon. Die Handy-Aktion Baden-Württemberg beruht auf einer Kooperation von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Mit den zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln kann sie auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

„Natur– und Umweltschutz sind Kernaufgaben des Landes. Die zusätzlichen Mittel sind Teil einer seit 2011 verfolgten Gesamtstrategie“, so die Grünen abschließend. So habe das Land beispielsweise die Gesamtmittel für den Naturschutz bereits seit Beginn der vergangenen Legislaturperiode auf über 60 Millionen Euro verdoppelt.

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